Eichrechtskonforme Ladetechnik - Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Seit Beginn 2015 ist in Deutschland das Mess- und Eichrecht in Kraft getreten. Das Grundprinzip ist hierbei die Nachvollziehbarkeit und Richtigkeit der Messwerte für den Verbraucher. Die Idee ist, dass die physikalischen Messgrößen wie beispielsweise Kilowattstunde und Zeit bei der Abgabe von Elektrizität eichrechtskonform erfasst und verarbeitet werden müssen. 


Laut dem Energiewirtschaftsgesetz ist es seit 2016 möglich, als natürliche oder juristische Person Strom für das Elektrofahrzeug über einen registrierten Ladepunkt als Letztverbraucher zu beziehen. Aufgrund der Einordnung des Ladepunktbetreibers als Endverbraucher ist eine Genehmigung als Stromlieferant nicht nötig. Das bedeutet, dass der Strommix gegenüber dem Fahrer des Elektroautos nicht ausgewiesen werden muss.


Nach dem Einkommenssteucherrecht ist die Abgabe von Strom an Mitarbeiter einkommenssteuerbefreit. Bis Ende 2030 wurde diese Maßnahme verlängert. Da immer mehr Menschen Elektroautos fahren, steigt auch das Interesse von Unternehmen, den Ladestrom gegenüber Mitarbeitern abzurechnen.  

Wird die Abgabe von Elektrizität gegenüber dem Konsumenten abgerechnet, muss das nach der Preisangabenverordnung und auf Grundlage des kWh-Tarifs passieren. Hierfür muss eine eichrechtskonformen Ladeeinrichtung herangezogen werden. Zudem darf für den Gebrauch einer Ladeinfrastruktur eine Grundgebühr, oder auch eine Zeitgebühr für den Ladezeitraum, erhoben werden.

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